Um den Forschungsstand und offene Fragestellungen zum Thema „Migranten-Ökonomie“ auszuloten, hat das Darmstädter Institut Wohnen und Umwelt auf Veranlassung der Schader-Stiftung im Frühsommer 2003 eine Vorstudie erstellt. Auf Basis dieser Erkenntnisse hat die Stiftung im Dezember 2003 das Deutsche Institut für Urbanistik (difu) mit dem praxisorientierten Forschungsprojekt „Ethnische Ökonomie. Integrationsfaktor und Integrationsmaßstab“ beauftragt. Das Projekt ergänzt das Verbundvorhaben „Zuwanderer in der Stadt“.
Dabei untersucht das difu, welche Auswirkungen das Vorhandensein ethnischer Betriebe auf die Eingliederung und Integration Neuzugewanderter hat und welche Funktionen diese Betriebe für Zuwanderer besitzen, etwa als Treffpunkt, Informationsbörse etc..
Ferner soll das Institut den Fragen nachgehen, unter welchen Bedingungen der Eintritt in die Selbstständigkeit unternommen wird und gelingt oder missglückt, ob diese Bedingungen sich im Laufe der Zeit verändert haben, ob und in welchem Maße sich ethnische Ökonomien dauerhaft etablieren konnten, und welche Auswirkungen dies auf die Verbesserung der Lebenssituation und die Integration der Zuwanderer hat.