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Projekte der Schader-Stiftung

Veranstaltungsreihe "Städtische Kreativität - westeuropäische und ostdeutsche Erfahrungen im Umgang mit Schrumpfungsprozessen"

2002 – 2003

Ausgangspunkt des Projektes war die Feststellung, dass schrumpfende Städte keine Heilung ihrer Probleme allein durch städtebauliche Maßnahmen erwarten können. Demographische und wirtschaftliche Schrumpfungsprozesse, überregionale Abwanderung, anhaltende Suburbanisierung sowie ein erheblicher Wohnungsleerstand kennzeichnen seit Ende der 90er Jahre viele Städte und Gemeinden in den neuen Bundesländern. Die Kommunen sind gefordert, ihre Entwicklungsziele kritisch zu überprüfen und strukturell neue, integrierte Konzepte zu erarbeiten. Viele Kommunen fokussieren ihre Programme zunächst auf die städtebaulichen und wohnungswirtschaftlichen Aspekte des Stadtumbaus und setzen in erster Linie dort zur Heilung der gegenwärtigen Schrumpfungstendenzen an. Angesichts der Komplexität der Problemlagen in den Städten erfordern zukunftsfähige Problemlösungen jedoch ein „neues Denken“ - in wirtschaftlicher, sozialer, kultureller, baulicher und wohnungswirtschaftlicher Hinsicht.

Städtische Kreativität kann hierzu einen Beitrag leisten. Es handelt sich nicht um eine ausgefeilte Theorie, sondern um den Oberbegriff für eine lose verknüpfte Sammlung von kommunikativen und planerischen Konzepten, strukturellen Rahmenbedingungen sowie Methoden und Verfahrensweisen, die sich als hilfreich erwiesen haben, wenn Städte in einer Situation des Niedergangs neue Wege suchen.

An der Workshop-Reihe „Städtische Kreativität – westeuropäische und ostdeutsche Erfahrungen im Umgang mit Schrumpfungsprozessen“ beteiligten sich die Städte Frankfurt/Oder, Neuruppin, Leiptig, Schwerin und Zwickau. Gäste aus Grossbritannien, Schweden und den Niederlanden berichteten über ihre Erfahrungen.

Aus den Diskussionen der Workshopreihe entstand eine Buchveröffentlichung. Mit einem Symposion im Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS) in Erkner wurde das Projekt im September 2003 abgeschlossen.


Dokumentation:
Heike Liebmann, Tobias Robischon (Hrsg.): Städtische Kreativität - Potenzial für den Stadtumbau. Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS) und Schader-Stiftung
Erkner (b. Berlin) 2003, 244 Seiten, brosch., ISBN 3-932736-10-9 (Schutzgebühr 13,00 EUR).

Links

Ansprechpartner: Dr. Tobias Robischon

 
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Letzte Änderung: 15.04.2004