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Projekte der Schader-Stiftung
"Über das Wohnen von Älteren sprechen – Das hessische OWOG -Projekt"
2004
Angesichts des demografischen Wandels ist die frühzeitige Planung und Gestaltung des Wohnens im Alter eine anerkannte Notwendigkeit. Neben „Wohnen bleiben wie bisher“ und „Wohnen im Heim“ gibt es zunehmend mehr Wohnalternativen. Sachkundige Unterstützung der Älteren bei der Suche nach der für sie geeigneten Wohnform ist daher hilfreich.
Leider erreichen Informationen über Wohn- und Hilfsmöglichkeiten ältere Menschen oftmals erst dann, wenn rasch etwas an der Wohn- und Lebenssituation geändert werden muss, wenn Pflege- und Hilfsbedürftigkeit sich ankündigen oder schon eingetreten sind. Denn obwohl die Notwendigkeit einer frühzeitigen Planung der persönlichen Wohnsituation im Alter von immer mehr Menschen erkannt wird, so ist die Auseinandersetzung mit dem Leben im Alter für viele Menschen eine unerfreuliche, mit negativen Gefühlen belastete Aufgabe. Die Klärung der eigenen Wohnzukunft wird somit hinausgeschoben oder erfolgt nur oberflächlich. Dies bedeutet auch, dass Anbieter von Wohn- und Hilfsangeboten ihre Angebotsplanung nur sehr eingeschränkt auf Äußerungen älterer Menschen zu deren Wohnpräferenzen und –bedürfnissen stützen können.
Mit dem „hessischen OWOG-Projekt“ wird eine in den Niederladen seit über 15 Jahren erfolgreich eingesetzte Moderationsmethode erstmals breit in Deutschland eingeführt. Ziel des niederländischen OWOG-Projektes („Over Wonen van Ouderen Gesproken“, zu deutsch „Über das Wohnen von Älteren sprechen“) ist es, Menschen zu ermutigen, sich mit ihrer eigenen Wohnzukunft auseinander zu setzen und aktiv die persönliche Wohn- und Lebenssituation zu gestalten. Hierfür wurde eine spezielle Moderationsmethode entwickelt, um so „Wohn-Bewusstwerdung“ älterer Menschen zu fördern durch:
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- Formulieren von Wünschen, Erwartungen, Problemen und Ängsten bezüglich der eigenen Wohnzukunft,
- Vermitteln von Informationen zu Themen wie Wohnungsanpassung, alternative Wohnformen, regionale Wohn- und Beratungsangebote,
- Entwickeln von Vorstellungen über die eigene Wohnzukunft.
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Im Rahmen des Projekts wurden Multiplikatoren (z.B. Sozial- und Altenhilfeplaner, Seniorenbeauftragte, Kommunalpolitiker, Wohnungswirtschaftler, Architekten und Stadtplaner) in Workshops in der OWOG-Moderationsmethode geschult und die erforderlichen Arbeitsmaterialien bereitgestellt.
Zum Einsatz der OWOG-Methode in der deutschen Praxis liegen erst punktuelle, jedoch durchweg positive Erfahrungen vor. Von einer im Projekt urspünglich vorgesehenen umfassenderen Analyse des Praxiseinsatzes wurde abgesehen, da hierfür zur Zeit noch keine hinreichenden Datengrundlagen zur Verfügung stehen.
Das Projekt wird durchgeführt in Kooperation mit
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Letzte Änderung: 16.06.2005 |
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