Die Versorgung mit Wohnraum als Aufgabe der Daseinsvorsorge - über die Berechtigung von Wohnungsunternehmen in öffentlicher Hand
Bei der derzeitigen Entwicklung des Wohnungsmarktes stellt sich die Frage, welche Rolle von der öffentlichen Hand bei der Bereitstellung von Wohnraum zukünftig erwartet wird und ob auch nach einer zunehmenden Liberalisierung in der Wohnungswirtschaft, dem zunehmenden Wegfall von Belegungsbindungen und der wachsenden Dominanz gewinnorientierter Wohnungsunternehmen in privater Hand die Versorgung jener Bevölkerungsgruppen gewährleistet werden kann, die sich nicht aus eigener Kraft am Markt mit angemessenen Wohnraum versorgen können.
Wie ist dieser sich abzeichnende Konflikt zu bewerten? Welche Rolle kommt dabei Wohnungsunternehmen in öffentlicher Hand zu? Sind sie überhaupt noch zu rechtfertigen, wenn ja: unter welchen Prämissen?
Diese und weitere Fragen wurden auf einer von der Schader-Stiftung zusammengerufenen Expertenrunde im Januar 2002 diskutiert.